Neue Gebühren für Volkslaufveranstalter ab 2016

Unser Statement zur aktuellen Debatte.

Wir Laufveranstalter wurden auf der DLV-Tagung in Duisburg Ende August im Nebensatz damit konfrontiert. Der DLV hat entschieden ab sofort, aber in Rücksichtnahme der bereits gedruckten Ausschreibungen für 2015, erst ab 2016 die neue Gebühr einzuführen. Nicht nur für DLV-genehmigte, sondern auch sogenannte Wilde Veranstaltungen von Vereinen ohne Leichtathletik-Mitgliedschaft im Verband sowie Firmenläufen.

Wie das gehen soll, dazu äußerte sich der Verband nicht. Auch die angefangene hitzige Diskussion wurde abgebügelt.

In einem Presseinterview wurden auch wir dazu befragt. Nur so, wir haben einen kleinen Schätzlauf von 50 Teilnehmern und ich habe entgegnet, dass wir Vereine alle eine Unterwerfungsklausel in der Satzung haben.

Dieses lautet so:
§ 4 Verbandszugehörigkeit

Der Verein ist Mitglied der zuständigen Landesfachverbände im Landessportbund Nordrhein- Westfalen und will diese Mitgliedschaft beibehalten. Die Satzungen und Ordnungen dieser Verbände werden anerkannt. Die Mitgliedschaft im Verein zieht automatisch die Mitgliedschaft in den Verbänden nach sich, denen der Verein als Mitglied angehört. Die Mitglieder unterwerfen sich den Satzungen und Ordnungen dieser Verbände.

Ohne diese kann man nicht Mitglied der Verbände werden.

Insofern werden wir den Euro nun auf die Teilnehmer ummünzen, was bei bisherigen Startgebühren von 2,- und 3,- EUR ja nicht ins Gewicht fällt.

Was der DLV tut: Wir bieten 3 Walking- und Lauftreffs und wir bekommen kostenlose Laufshirts, die sicher auch nicht billig sind. Dazu Schilder und Unterstützung bei allen Fragen rund um die Leichtathletik. Es gibt vergünstigte Kartenkontingente für Meisterschaften und das Recht, mit Startpass, an Meisterschaften und Bahn- sowie Stadionmeetings teilzunehmen.

Das ist einer der Grundbausteine der Leichtathletik und der Grund für viele, sich abseits der Fitnesstudiolandschaft für eine allseits antiquierte Vereinsmitgliedschaft zu entscheiden.

Außerdem hat der DLV bestimmt auch Hauptamtliche Mitarbeiter an seinem Sitz und ein Gebäude, dass Miete und Strom kostet, der übrigens teurer geworden ist.

Wenn Geld fehlt muss man aus betriebswirtschaftlicher Sicht die Einnahmenseite erhöhen. Was ist daran falsch?

Habt ihr Euch schon einmal gefragt, wie genau sich die Startgebühren denn für den Köln-, Berlin- oder Hamburg-Marathon zusammensetzen und warum ein Traillauf auch mal 42,- EUR kostet?

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